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Samstag, 24. Juni 2023

Sommer

 Knapp ein halbes Jahr ist vergangen nach meinem letzten Post. 

Es ist viel passiert, ich erlebe gerade beruflich eine große Veränderung, die ich als sehr positiv empfinde. Begonnen hat das schon im Jahr 2020, als ich mich bereit erklärte, als Ersatzmitglied für unseren Personalrat bereitzustehen. 

Ich nahm vereinzelt an Sitzungen teil und war ein bisschen enttäuscht, dass ich dennoch recht wenig involviert war und nur durch gezielte Nachfragen, die aber immer Beantwortung fanden, mehr Einblicke bekam. Nach den ersten beiden Sitzungen kamen mir auch Zweifel, ob ich da weitermachen sollte, weil ich merkte, wie schwer es ist, sich bei manchen Fällen zu entscheiden - meine Stimme zählte schließlich. Damit verbunden war eine Verantwortung, die ich bis dahin im beruflichen Umfeld nicht hatte. Schließlich geht und ging es um andere Menschen, Kolleginnen und Kollegen. Ich blieb dabei.

Nach kurzer Zeit bekam ich die Gelegenheit, bei unserer Ver.di - Betriebszeitung "die distel" mitzuwirken. Ich stieg ein mit kleinen Comicgeschichten. Inzwischen gehöre ich dem "Redaktionsteam" an. Gestalte mit. Rede mit. Darf mich kreativ einbringen und werde "gesehen".

Vor knapp 2 Monaten wurde ich durch den Weggang einer lieben Kollegin, meiner Mentorin sozusagen, ein "ordentliches Mitlied". Das bedeutet für mich, an jeder Sitzung teilzunehmen, außerdem bekomme ich jetzt Fortbildungen. Durch die regelmäßige Teilnahme ist es leichter für mich. Eine Arbeitsgruppe, an der ich teilnehme, findet am selben Tag statt (in längeren Zeitabständen) und bietet mir noch mehr  Möglichkeiten, kreative Dinge zu tun, die ich immer schon gern getan habe.

Nun steht bald wieder eine Neuwahl an. Ich werde in diesem Jahr sehr wahrscheinlich viel mehr Gelegenheit bekommen, mich dort einzubringen. Bei der letzten mangelte es einfach an den Möglichkeiten, weil ich für meine Abteilung da sein musste. Veränderungen stehen an. Ich bin sehr zufrieden, dass es nun auch weitergeht. Zufrieden, Dinge tun zu können, die mir liegen und Freude bereiten. Zufrieden, mehr Verantwortung zu tragen, auch wenn es für mich noch viel zu lernen gibt. Das weiß ich, und ich bin bereit dazu. Und es gibt Menschen, die mich auf dem Weg begleiten, was mir sehr wichtig und wertvoll ist.

Remo findet meinen neuen Weg gut und richtig.

Es geht mir gut.


Sonntag, 31. Juli 2022

Erfahrungen...

 ...macht man, wenn man Neues ausprobiert. 

Und so habe ich mich vor einiger Zeit für einen Bildungsurlaub angemeldet. Meine ersten. Ich bekam einen Platz, ich bekam die Freistellung dafür - und ich bekam in der Folge den Bildungsurlaub.

Ort der Veranstaltung: das Ver.di Bildungszentrum in Walsrode. Bewusst habe ich mich für einen Ort in der Nähe entschieden, und das Thema passte. Ver.di-Mitglied bin ich schon sehr lange, daher musste ich mir auch um die Kosten keine Sorgen machen.

Die Woche war intensiv. Intensiv wegen der Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Intensiv aufgrund des Themas - Kommunikation. Auf Augenhöhe auch noch. Auf Augenhöhe kann man sich begeben, indem man sich kleiner macht oder auf einen Hocker stellt. Hier ging es laut Arbeitstitel darum, wie man es schafft, die Kommunikation mit dem Vorgesetzten zu verbessern. Es ging um Sender und Empfänger, um das eigenen Ich, das aus vielen Komponenten und einem Rucksack mit Erfahrungen besteht. Um Zwischentöne, Gestik, Mimik, laut und leise. Kommunikation hat viele Ebenen. Ich habe viel gelernt.

Bildungsurlaub beinhaltet aber auch das Wort Urlaub. Und so konnte man es sich dort auch gut gehen lassen. Ich bekam ein Zimmer, ich bekam alle Mahlzeiten bereitet und musste sie nur auswählen und mich bedienen. Es gab Freizeitangebote. Yoga am Morgen, für die, die sich überwinden konnten, sehr früh aus den Federn zu kriechen.  Das war nicht meine Sache. Der Grund hierfür war einfach - ich habe es genossen, mich abends in der hauseigenen Kneipe mit den Menschen aus meiner Lerngruppe zu unterhalten, Billard, Tischtennis oder Dart zu spielen und die Zeit aus den Augen zu verlieren. Deshalb landete ich meistens zu spät im Bett. Die Sauna, die ich mir vorgenommen hatte zu nutzen, habe ich nicht zu Gesicht bekommen. Eine Massage wollte ich buchen - habe mich aber dagegen entschieden. Die Mittagspause brauchte ich zum Ausruhen. 

Die Zeit verging wie im Flug. Der Abschied von der Gruppe war - unterschiedlich, so wie es eben ist, wenn man eine intensive Woche miteinander verbracht hat und jeder anderes Gepäck im Rucksack hat.

Jetzt verarbeite ich die vielen Eindrücke. Und freu mich auf die Bildungsangebote des kommenden Jahres. Denn eins steht für mich fest: ich werde weitere Bildungsurlaube in Anspruch nehmen!


 


Dienstag, 12. März 2019

Oldschool

Tja, auf meine "alten Tage" werde ich ein wenig altmodisch! Mit der Anschaffung meines Minidruckers habe ich begonnen, ein Bildertagebuch zu führen, für die Familie und mich. Es leidet - der Blog!

Es gibt viele Dinge, die mich derzeit beschäftigen. Geister aus der Vergangenheit, gute und weniger gute. Die Zukunft, in der eventuell eine Veränderung liegt; noch nicht spruchreif. Aber liegt in der Zukunft nicht immer Veränderung? Ja, natürlich, irgendwie, man muss sich nur etwas bewegen. Aber manchmal wird ganz einfach auch etwas durch Dritte in Bewegung gesetzt, ob man das nun mag oder nicht.

Eine sehr erfreuliche Geschichte in den letzten 2 Monaten war, dass ich meinen (Halb)Bruder gefunden und kontaktiert habe. Daraus ergab sich zunächst ein Telefonat, dann ein Treffen. Darf ich also vorstellen: Johannes! Na, und ich. :)


Einige haben dieses Bild schon auf Facebook gesehen und sich vielleicht ein bisschen gewundert. Aber so ist es eben, wenn man in Kindes-bzw. Jugendlichenalter erst voneinander erfährt. Sich einmal trifft, was kaum in Erinnerung bleibt, aufgrund des Alters. Bei mir kam die Ausbildung, Johannes war ein Kind. Später denkt man ab und zu daran, forscht vielleicht ein bisschen nach, halbherzig, findet nichts....und vergisst wieder. Im Vergessen sind wir Menschen ja ganz groß. Tja, und durch gewisse Ereignisse in den letzten Monaten fiel es mir mal wieder ein, nach ihm zu suchen, zuerst auf FB, wo sonst - da ist die Welt noch am kleinsten und am größten zugleich. Und schau an, ich wurde fündig! Zu unser beider Freude, übrigens. Er kannte ja nicht einmal mehr meinen Nachnamen, dachte auch ab und zu an mich, aber wie schon beschrieben...das Leben eben!

Aber jetzt haben wir uns gefunden, und wir sind uns einig, dass wir uns nun nicht mehr aus den Augen verlieren wollen. Ein gutes Gefühl.

Was war noch - ein Warnstreik, um einmal wieder auf die Missstände in der Pflege, die große Schlucht zwischen Arbeit und Entlohnung, das Fehlen von Fachkräften und die zu geringe Anerkennung durch die öffentlichen Arbeitgeber in diesem sowie in anderen Bereichen aufmerksam zu machen. Überhaupt wird, nach meiner Ansicht, die harte, ehrliche und vor allem notwendige Arbeit zu gering geschätzt, und das nicht nur im öffentlichen Dienst. Darum gehe ich mit, wenn zum Streik aufgerufen wird. Nur wenn man gemeinsam aufsteht, erreicht man etwas.


Entgegen der Erwartungen wurde gleich nach den ersten Warnstreiks eine  Einigung erzielt; ob sie ein guter Kompromiss sind und ein Zeichen in die richtige Richtung, wird sich zeigen. Es gab wohl eine große Bereitschaft, die Streiks fortzuführen; vielleicht spürten das die Arbeitgeber und wollten es verhindern - ein paar Kröten haben sie dennoch eingebaut in den Kompromiss. Nun, es bleibt noch darüber abzustimmen.

Natürlich ist noch viel mehr passiert in der Zeit. Aber, wie gesagt, ganz "oldschool" bleiben viele Dinge nun ganz privat. Was ich in Zukunft bloggen werd - ich weiß es nicht. Im Grunde mag ich die Idee an sich, und ich werde sie nicht aufgeben. In diesem Sinne - für heute genug!

Bis neulich!








Nach dem Urlaub

 Wie immer, waren meine 3 Wochen Sommerurlaub sehr schnell vorbei.  Davor ist einiges passiert. Remos Mutter ist vor etwa 2 Monaten gestorbe...